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2. August 2021

Ambulante psychiatrische Pflege (APP) – Persönliche Hilfe, den Alltag zu bewältigen

Frau C. leidet unter einer Depression, einer posttraumatischen Belastungsstörung und einer Essstörung. Darüber hinaus wurde bei ihr die Diagnose Borderline festgestellt.

Hinter Frau C. liegen mehrere – über viele Monate dauernde – Aufenthalte in einer Psychosomatischen Klinik.
Sie empfand die Unterbringung in der Klinik als sehr entlastend und hielt es nach ihren Entlassungen zu Hause kaum aus. Auch wenn es ihr nach einem Klinikaufenthalt deutlich besser geht als davor, ist sie im heimischen Umfeld sehr instabil. Sie schafft es nicht, ihren Alltag zu meistern: Das tägliche Duschen wird zur Kraftanstrengung. Ihr ist es kaum möglich, das Haus zu verlassen. Da Frau C. allein lebt, ist sie auf Hilfe angewiesen.

Um besser zuhause zurecht zu kommen, empfehlen die Klinik und das Team „Gesunde Seele“ der AXA Frau C. die Versorgung im Rahmen der „Ambulanten Psychiatrischen Pflege“ (APP).

Die Ambulante Psychiatrische Pflege (APP) unterstützt, aktiviert und stabilisiert Menschen in ihrem häuslichen Lebensumfeld. Den Patienten wir eine erfahrene psychiatrische Fachkraft zur Seite gestellt, die sie in Abstimmung mit ihrem Arzt / Therapeuten einzeln betreut. Die psychiatrische Fachkraft eines psychiatrischen Pflegedienstes bietet den Patienten folgende Unterstützung:

  • Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild (Psychoedukation)
  • Entlastende Gespräche
  • Vermittlung von Alltagskompetenzen
  • Krisenbewältigung
  • Förderung von Sozialkompetenz
  • Vermeidung von Isolation
  • Realitätsorientierungstraining

Frau C. erhielt innerhalb weniger Tage den ersten Besuch ihrer persönlichen, psychiatrischen Fachkraft. Nach ausführlichen Gesprächen vereinbarten sie, dass die Fachkraft Frau C. dreimal pro Woche für jeweils zwei Stunden betreut. Gemeinsam erarbeiteten sie eine Tagesstruktur.

Frau C. wird unterstützt, regelmäßig Körperhygiene zu betreiben, ihre Medikamente zu nehmen und den Haushalt zu bewältigen.  Wichtige Korrespondenz und Telefonate werden gemeinsam erledigt. Daneben trainieren sie, das Haus zu verlassen, um einzukaufen oder spazieren zu gehen.
Aber auch therapeutische Gespräche gehören dazu. Gerade im Lockdown während der Corona-Krise war das für sie eine wichtige Stütze – auch wenn die Kontakte bisweilen nur telefonisch stattfanden.

Neben der Betreuung durch ihren Psychiater und die wöchentliche ambulante Psychotherapie ist die APP eine wichtige Stütze für Frau C. geworden. Durch diese wird sie mehr und mehr selbständig und lernt, für sich allein zu sorgen. Seit Beginn der APP vor 1,5 Jahren musste Frau C. nicht mehr in stationäre Behandlung.

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