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18. Februar 2022

So arbeiten die Gesundheitscoaches

Einer der besonderen Services für AXA-Krankenvollkostenversicherte ist das Gesundheitscoaching: Ihr persönlicher Gesundheitscoach unseres Kooperationspartners Sanvartis berät Sie zu Ihrer aktuellen Situation. Er hilft Ihnen nicht nur, die richtige Therapie für Sie zu finden, sondern ist als Berater während Ihrer Genesung an Ihrer Seite.

Was genau heißt das? Wir haben einen der Coaches gefragt:

AXA: Welche Themen werden in einem Coaching besprochen?

Sanvartis: Im Allgemeinen werden Fragen des Alltages besprochen bei denen es zum Beispiel zu Überforderung kommt. Der Versicherte berichtet z.B., dass er bei der Arbeit immer mehr leisten zu müsse, für Kollegen einspringen/ diese vertreten müsse. Gleichzeitig merkt er/sie das es zuhause zu immer mehr Spannungen kommt und der Nachtschlaf gestört ist. Im Gespräch wird dann in die Situation hineingefragt, mit der Zielrichtung, dass der Versicherte für sich im Gespräch erkennt, dass es zwischen Anspannung/ Mehrbelastung, Stress zuhause und schlechtem Schlaf einen Zusammenhang gibt. Im Gespräch fragen wir dann, was der Versicherte für sich tun kann damit es ihm besser geht. Die Zielsetzung ist „Selbst erkennen, dass er über einen längeren Bereich nicht alle Aufgaben für erkrankte Kollegen mittragen kann. Lösung suchen zum Beispiel im Gespräch mit dem nächsten Vorgesetzen.“

Wir fragen den Klienten zu Beginn, was er besprechen möchte. Was bewegt ihn oder sie? Stress, Umgang mit Problemen, Wünsche, Ziele (Zielerreichung), Resilienz. Was ist der Ist- Zustand? Wohin möchte der Klient? Welche Maßnahmen wurden schon ergriffen, um das Ziel zu erreichen? Priorisierung der anliegenden Probleme (was sollte als erstes angegangen werden, wie hängen Themen zusammen, was unterstützt sich an Themen), Bedürfnisse kommunizieren, Abgrenzung, Erkennen von Bedürfnissen, Balance, Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens.

Ein Beispiel:  Der Klient hat aktuell Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, das Gefühl von „irgendwas stimmt nicht“… Wir fragen: Was genau stimmt nicht, wann hat es begonnen, was wurde schon probiert, wobei/ wann/ wie zeigt es sich besonders deutlich, wann weniger Was hat gut getan in ähnlichen vorherigen Situationen, wie kann man das auf die aktuelle Lage übertragen? Ist es ggf. Ausdruck eines anderen Grundproblems, kann das allein angegangen werden, ist dafür genug Puffer vorhanden, sollte Hilfe von außen dazu kommen, seit wann ist der Wunsch nach Veränderung da, wie soll diese Veränderung aussehen, wo möchte der Versicherte ansetzen, was drängt da aktuell am meisten? Wieviel kann der Versicherte selbst tun, wo endet Selbstkontrolle und Disziplin dabei, wie geht man mit Rückschlägen um, was und wie kann der Versicherte selbst tätig werden (Kontrolle), wo nicht und wie geht man damit um, dass nicht alles kontrolliert werden kann? Stehen Glaubenssätze im Weg oder unrealistische Vorstellungen/ übertriebene Ansprüche? Wie grenzt man sich dabei klar ab und steht zu sich selbst ohne schlechtes Gewissen. Überdenken der eigenen Ansprüche an sich selbst- ist das realistisch? Macht es den Versicherten glücklich? Stimmt die (innere) Balance – wie kann man diese erreichen? Strategien entwickeln, um Dinge ggf. zu delegieren, abzugeben, etc. Wurden Rollen übernommen, die nicht zu einem passen – wie kann man diese wieder ablegen – stimmen die mit den eigenen Wertvorstellungen überein?

Weitere Themen sind z.B. Resilienz: Wie schaffe ich es, mich zu distanzieren, nein zu sagen und mir Freiräume zu schaffen?
Einige meiner Neukunden fühlen sich aufgrund beruflicher Belastung unter Druck – allerdings übernehmen sie trotzdem häufig freiwillig Sonderaufgaben, sind in Gremien usw. (häufig engagierte Lehrer). In den letzten zwei Corona-Jahren haben genau diese Menschen zusätzlich Aufgaben anderer übernehmen müssen, was ihre Situation zusätzlich verschärft hat.
Oder das Thema „Gesunder Schlaf“: Die meisten Kunden schlafen schlecht aus den unterschiedlichsten Gründen: Überwiegend Stress, Anspannung, nicht abschalten können, Gedankenkreisen.
Andere Belastungen sind auch schwierige Lebenssituationen durch ein aktuell oder kurz zurück liegendes Ereignis, das zu schaffen macht.

AXA: Wie lange dauert ein Telefonat in der Regel?

Sanvartis: Ca. 20 – 25 Minuten.

AXA: Welche Qualifikationen bringt ein Coach mit?

Sanvartis: Das ist unterschiedlich: Z.B. Heilpraktiker für Psychotherapie, Kollegen mit Ausbildungen oder Fortbildungen im Bereich Psychologie, Medizinische Fachangestellte, Krankenschwestern. Alle haben zusätzlich eine Ausbildung zum Gesundheitscoach und Seniorcoach.

AXA: Kann ich meinen Coach auch jederzeit anrufen, wenn es mir schlecht geht?

Sanvartis: Ja! Entweder melden sich die Klienten per Mail beim Coach mit Terminvorschlägen für Rückrufe oder sie rufen an. Soweit der Coach im Dienst ist, meldet er sich so schnell er kann. Sollte ein Coach abwesend sein, springt ein anderer Coach ein.
Die Hotline ist werktags zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr besetzt. Die Annahme erfolgt dann persönlich. Falls kein freier Mitarbeiter vorhanden ist und an den Wochenenden, wird der Anruf auf einen Anrufbeantworter geleitet. Der Coach ruft dann zeitnah zurück.

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