Blog

23. Dezember 2021

Weihnachtszeit und allein?

Die Feiertrage rücken immer näher und viele Menschen fragen sich: Wie werde ich dieses Jahr Weihnachten verbringen? Einige entscheiden sich vielleicht, bedingt durch die vierte Corona-Welle, für eine Weihnachtsfeier im engsten (Familien)Kreis oder verzichten schweren Herzens darauf, mit den Großeltern oder Menschen mit Vorerkrankungen Weihnachten zu feiern.

Manche jedoch haben diese Wahl nicht: Für diejenigen, die alleinstehend sind oder keine nahen Verwandten oder Freunde haben, stellt die Weihnachtszeit eine besondere Herausforderung dar. An den Feiertagen, wenn vermeintlich alle Menschen mit ihren Liebsten zusammensitzen, können Einsamkeitsgefühle von den Betroffenen stärker wahrgenommen werden als sonst.

Und doch ist Einsamkeit nicht das Gleiche wie soziale Isolation, sondern deren psychologischer Aspekt. Einsamkeit bezeichnet ein subjektives Erleben (man fühlt sich einsam), wohingegen soziale Isolation objektiv gemessen werden kann (wie einsam man ist). Wer allein lebt („Single-Haushalt“), wenig soziale Kontakte hat oder nur ein kleines soziales Netzwerk aufrechterhält, weist eine größere soziale Isolation auf, als jemand, der diese Kriterien nicht erfüllt. Ob sich eine Person deswegen jedoch einsam fühlt, bleibt offen.

Die soziale Isolation kann möglicherweise auch selbstgewählt sein und für den Einzelnen gar nicht mit Leidensdruck verbunden sein. Umgekehrt mag sich ein depressiv erkrankter Mensch einsam fühlen, obwohl er in ein großes soziales Netzwerk eingebunden ist, sich aber dennoch verloren und allein fühlt.

Daher ist es wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu treten und nachzufragen. Für viele Menschen ist Einsamkeit ein Tabuthema und stark schambehaftet. Soziale Unterstützung kann gegen Einsamkeit helfen. Menschen, die einsam sind, sollten nicht zögern, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Und auch wir können etwas tun und unseren Mitmenschen in all dem Weihnachtstress ein paar Minuten unserer Zeit schenken und ein offenes Gesprächsangebot machen. Wenn nicht in der Weihnachtszeit, wann dann?

Teilen Sie diesen Beitrag auf:

Sie sind nicht alleine, wenn Sie unter psychischen Belastungen leiden.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die Krankheitsbilder, Therapiemöglichkeiten und die vielen Unterstützungsmöglichkeiten der AXA.

Dies ist eine unabhängige Patienteninformation, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde, mit dem Ziel, unseren Nutzern bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, die auch ohne medizinisches Fachwissen verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.

Wollen Sie sofort etwas gegen Niedergeschlagenheit, Angst oder Erschöpfung tun? Als AXA Versicherte/r können Sie sich auf kompetente Beratung und wirksame Hilfsprogramme verlassen.

nach oben