Ängste

Mögliche Ursachen der Angst

Die Angstreaktion wird in vier Teile gegliedert. Zum einen der neutrale Reiz, der angstauslösende Reiz, die Angstreaktion und die zukünftige Situation.

Diese Abfolge lässt sich anhand eines vereinfachten Beispiels verdeutlichen:

  • Neutraler Reiz
    Heike spielt freudig mit ihren Freunden in der Sandkiste. Sie graben im Sand und probieren ihre neuen Spielzeuge aus. Ganz vertieft spielen die Kinder vor sich hin und vergessen alles um sich herum.

  • Angstauslösender Reiz
    Während Heike mit ihren Freunden spielt, schleicht sich ihr Bruder an sie heran, ohne dass einer von den Kindern etwas bemerkt. Auf einmal springt er auf Heike zu, fasst ihr an den Arm und erschreckt sie.

  • Angstreaktion
    Heike erschreckt sich sehr, schreit und springt auf, ohne sich umzudrehen. Ihr Herz rast und sie hat große Angst. Schnell läuft sie rein in das Haus, wo ihre Mutter gerade den Abwasch macht.

  • Zukünftige Situationen
    In den nächsten Monaten fängt Heike an, ihre und andere Sandkisten zu meiden. Sie möchte nicht mehr dort spielen und bevorzugt Schaukeln oder andere Aktivitäten.

Symptome Angst

Es gibt verschiedene Symptome, die zu einem bestimmten Krankheitsbild gehören. Welche sind es bei der Agoraphobie, welche bei der Panik und welche bei der spezifischen Phobie?

Symptome für die Agoraphobie
  • Ängste vor weiten Plätzen
  • Ängste, dort keine Fluchtmöglichkeiten zu haben
  • Ängste, dort keine Hilfe zu bekommen
Symptome für Panik
  • Plötzliche und unerklärliche Anfälle mit Symptomen wie beispielsweise:
  • Atemnot, Herzrasen
  • Übelkeit
  • Schmerz und/oder Beklemmungsgefühl im Brustraum
  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Zittern
  • Todesangst
  • starke Besorgnis
  • Wirklichkeitsverlust
Symptome für spezifische Phobien
  • intensive Angstreaktion
  • Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten
  • Vermeidungsverhalten
  • Intensität der Angst scheint unangemessen

Herzprobleme und Ängste

Das Herz ist unser Motor. Wenn er nicht “rund” läuft, wird sofort eine Veränderung spürbar.

Psychosoziale Faktoren wie Angst, Stress und Depression werden häufig in Studien als einleitender Faktor oder Auslöser für Herzrhythmusstörungen beschrieben. Sogar bei Patienten, die keine dokumentierte Herzerkrankung aufweisen, konnten durch Belastungsfaktoren im Umfeld vorübergehende Störungen nachgewiesen werden. Herzrhythmusstörungen können zu einer großen Angst vor dem Alltag und vor Aktivitäten führen. Daraus resultiert, dass diese Angst zu Vermeidungsverhalten/Schonverhalten und Depression führen kann. Durch Angst, Vermeidungsverhalten/Schonverhalten und Depression entsteht ein Teufelskreis, der die Störung aufrechterhalten kann und dazu beiträgt, dass der Patient seinen Alltag nicht mehr wie gewohnt meistern kann.

Sie sind nicht allein, wenn Sie unter Ängsten, Paniken oder Phobien leiden.

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