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Viele Eltern bemerken, dass etwas mit ihrem Kind nicht stimmt – und wissen nicht, was sie tun sollen. Ob erste Anzeichen, eine vorhandene Diagnose oder eine akute Krise: Auf dieser Seite finden Sie Orientierung, konkrete Hilfsangebote und Tipps für den Familienalltag.
Viele Eltern bemerken, dass etwas mit ihrem Kind nicht stimmt – und wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Ob erste Anzeichen, eine vorhandene Diagnose oder eine akute Krise: Auf dieser Seite finden Sie Orientierung, konkrete Hilfsangebote und Tipps für den Familienalltag. Sie müssen das nicht alleine tragen.
Angst, Traurigkeit oder Wut sind normale Gefühle, mit denen Kinder und Jugendliche auf schwierige Situationen reagieren – gute und schlechte Tage wechseln sich ab, besonders in der Pubertät. Mobbing, Trauer, Trennungen oder sonstige familiäre Belastungen können jedoch erhebliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern haben.
Ein erstes Warnsignal ist, wenn Beschwerden über Wochen anhalten, sich häufen oder den Alltag deutlich einschränken. Etwa wenn Ihr Kind dauerhaft gereizt oder traurig ist, sich sozial zurückzieht, körperliche Beschwerden ohne erkennbare Ursache entwickelt oder die Schule nicht mehr besuchen kann. Sprechen Sie in einem solchen Fall zunächst offen mit Ihrem Kind.
Die folgenden Hinweise können Ihnen helfen, die richtige Balance zwischen Unterstützung, Grenzen und Selbstfürsorge zu finden:
Hinter auffälligem Verhalten steckt oft ein großer Leidensdruck. Es ist der Versuch Ihres Kindes, mit sich und der Umwelt klarzukommen. Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Kind zu verstehen – stellen Sie lieber Fragen, als Verhalten sofort zu interpretieren und darauf zu reagieren.
In belastenden Momenten spricht nicht Ihr Kind, sondern der Leidensdruck. Fragen Sie nach, was Ihr Kind gerade braucht.
Psychische Erkrankungen können Nähe erschweren. Ihr Kind profitiert davon, wenn Sie signalisieren „Ich bin da, wenn du mich brauchst.“ Respektieren Sie hierbei die Grenzen Ihres Kindes.
Ein kleiner Tipp: Eine „rote Karte“ als vereinbartes Signal kann helfen – zeigt Ihr Kind sie, braucht es ca. 30 Minuten Ruhe.
Betrachten Sie Ihr Kind jenseits von seinem aktuellen Verhalten. Ihr Kind ist nicht seine Erkrankung, sondern es zeigt ungesunde Verhaltensweisen.
Wenn dies vermischt wird, dann fühlt sich ein Kind schnell „falsch“ oder „wertlos“. Es bezieht die Schwierigkeiten auf sich als Mensch und nimmt sich schnell als „Versager:in“ wahr.
Verständnis bedeutet nicht, alles zu akzeptieren. Verlässliche Grenzen können Orientierung und Sicherheit geben.
Kleine Fortschritte verdienen Anerkennung. Hohe Erwartungen führen oft zu Enttäuschungen auf beiden Seiten. Reflektieren Sie regelmäßig: Was erwarte ich wirklich von meinem Kind?
Ehrliche Gespräche über Sorgen, Hoffnungen und Grenzen können Vertrauen schaffen. Wenn Sie zeigen, dass Gefühle ausgesprochen werden dürfen, signalisieren Sie Interesse und erleichtern es Ihrem Kind, dasselbe zu tun.
Regelmäßige Abläufe, gemeinsame Mahlzeiten oder kleine Rituale geben Halt, wenn innerlich vieles unsicher wirkt. Hierbei sind Lachen, gemeinsame Aktivitäten oder kleine positive Erlebnisse stärkend für Ihre Beziehung und geben allen Beteiligten Kraft.
Kinder sind ein Spiegel ihrer sozialen und gesellschaftlichen Umgebung. Schauen Sie hin: Was drückt Ihr Kind womöglich aus, was sonst keinen Ausdruck findet?
Therapie, Beratung oder andere Unterstützung können eine wichtige Entlastung sein. Eltern und Kinder sind eng miteinander verbunden und haben somit einen großen Einfluss aufeinander. Sie sitzen im selben Boot und das sollte auch bei Hilfsangeboten deutlich werden.
Hinter auffälligem Verhalten steckt oft ein großer Leidensdruck. Es ist der Versuch Ihres Kindes, mit sich und der Umwelt klarzukommen. Nehmen Sie sich Zeit, Ihr Kind zu verstehen – stellen Sie lieber Fragen, als Verhalten sofort zu interpretieren und darauf zu reagieren.
In belastenden Momenten spricht nicht Ihr Kind, sondern der Leidensdruck. Fragen Sie nach, was Ihr Kind gerade braucht.
Psychische Erkrankungen können Nähe erschweren. Ihr Kind profitiert davon, wenn Sie signalisieren „Ich bin da, wenn du mich brauchst.“ Respektieren Sie hierbei die Grenzen Ihres Kindes.
Ein kleiner Tipp: Eine „rote Karte“ als vereinbartes Signal kann helfen – zeigt Ihr Kind sie, braucht es ca. 30 Minuten Ruhe.
Betrachten Sie Ihr Kind jenseits von seinem aktuellen Verhalten. Ihr Kind ist nicht seine Erkrankung, sondern es zeigt ungesunde Verhaltensweisen.
Wenn dies vermischt wird, dann fühlt sich ein Kind schnell „falsch“ oder „wertlos“. Es bezieht die Schwierigkeiten auf sich als Mensch und nimmt sich schnell als „Versager:in“ wahr.
Verständnis bedeutet nicht, alles zu akzeptieren. Verlässliche Grenzen können Orientierung und Sicherheit geben.
Kleine Fortschritte verdienen Anerkennung. Hohe Erwartungen führen oft zu Enttäuschungen auf beiden Seiten. Reflektieren Sie regelmäßig: Was erwarte ich wirklich von meinem Kind?
Ehrliche Gespräche über Sorgen, Hoffnungen und Grenzen können Vertrauen schaffen. Wenn Sie zeigen, dass Gefühle ausgesprochen werden dürfen, signalisieren Sie Interesse und erleichtern es Ihrem Kind, dasselbe zu tun.
Regelmäßige Abläufe, gemeinsame Mahlzeiten oder kleine Rituale geben Halt, wenn innerlich vieles unsicher wirkt. Hierbei sind Lachen, gemeinsame Aktivitäten oder kleine positive Erlebnisse stärkend für Ihre Beziehung und geben allen Beteiligten Kraft.
Kinder sind ein Spiegel ihrer sozialen und gesellschaftlichen Umgebung. Schauen Sie hin: Was drückt Ihr Kind womöglich aus, was sonst keinen Ausdruck findet?
Therapie, Beratung oder andere Unterstützung können eine wichtige Entlastung sein. Eltern und Kinder sind eng miteinander verbunden und haben somit einen großen Einfluss aufeinander. Sie sitzen im selben Boot und das sollte auch bei Hilfsangeboten deutlich werden.
Diese Tipps ersetzen keine professionelle Beratung. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie mit der Situation umgehen sollen, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle oder nehmen Sie fachärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch. Wir unterstützen Sie gern bei der Therapeutensuche.
Der erste Schritt muss nicht gleich die Psychiatrie sein. Gibt es mögliche Hinweise auf eine psychische Erkrankung, sollten sich Eltern zuerst an die Kinderarztpraxis wenden. Von dort können Sie gezielt weiterverwiesen werden – etwa an ein Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ), eine Erziehungsberatungsstelle oder an eine Praxis für Kinder- und Jugendpsychotherapie. Wenn Sie sich unsicher sind oder schnell Orientierung brauchen, ist auch die kostenlose Nummer gegen Kummer (Elterntelefon: Mo–Fr, 9–17 Uhr) ein guter erster Anlaufpunkt.
AXA- und DBV-Versicherte können zudem jederzeit das AXA Gesundheitstelefon erreichen – 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche. Bei schwerwiegenden psychischen Erkrankungen oder nach einem Notfall Ihres Kindes können sich Versicherte zudem an das Team „gesunde Seele“ des AXA gesundheitsservice360° wenden.
Bundesweit gibt es für unterschiedlichste Situationen fachgerechte Beratungs- und Behandlungsangebote:
| Kategorie | Angebot | Beschreibung | Links |
|---|---|---|---|
| Ambulant | AXA/DBV – Therapieplatzvermittlung | Unterstützung bei der Therapieplatzsuche für eine ambulante Psychotherapie Ihres Kindes
|
Zur Therapeutensuche |
| Stationär | AXA/DBV – Patientenunterstützung | Nach einem Notfall oder bei schweren psychischen Erkrankungen Ihres Kindes (z. B. Ängste, bipolare Störung, Burnout, Depressionen, Essstörungen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen) steht den AXA- & DBV Versicherten kostenfrei ein Ansprechpartner mit kompetenter Beratung, strukturierter Behandlungsbegleitung und praktischer Alltagshilfe verlässlich zur Seite. | Patientenunterstützung / AXA |
| Ambulant/Stationär | Sozialpädiatrische Zentren | Interdisziplinäre Beratung, Diagnose und Behandlung von Entwicklungsstörungen, drohenden oder manifesten Behinderungen, Verhaltens- und seelischen Störungen
In der Regel ist eine Überweisung durch den Kinderarzt erforderlich.
|
Sozialpädiatrische Zentren – Übersicht des DGSPJ
(Website Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V.) |
| Stationär | Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie | Ambulante und stationäre Notfallbehandlung sowie stationäre Therapie | Klinikfinder der DGKJP
(Website Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie) Kooperationskliniken von AXAIn der Liste finden Sie auch Kliniken, die Patienten unter 18 Jahren aufnehmen. |
| Kategorie | Angebot | Beschreibung | Links |
|---|---|---|---|
| Beratung vor Ort | Jugendamt | Beratung zum Umgang mit familiären Problemen und regionalen Hilfsangeboten. |
Jugendamt vor Ort finden
(Website Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter) |
| Beratung vor Ort | Selbsthilfegruppen für Kinder und Jugendliche | Hilfe zur Selbsthilfe für junge Menschen und Austausch mit anderen Betroffenen |
Selbsthilfegruppen vor Ort finden
(Website Das Portal für Junge Selbsthilfe) |
| Beratung vor Ort/Onlineberatung | Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung |
Für Eltern von Kindern bis 21 Jahren bei Erziehungsfragen, Schulproblemen, Pubertätsstress und familiären Konflikten. Jugendliche finden hier Unterstützung bei Sorgen, Ärger mit den Eltern, persönlichen Problemen, Schulfragen, Liebeskummer und sonstigen Anliegen. |
Regionale Beratungsstellen finden
bke-Onlineberatung (Websites Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V.) |
| Beratung vor Ort | Schulgesundheitsfachkräfte | Beratung und Unterstützung von Schülern und Eltern durch qualifizierte Schulgesundheitsfachkräfte bei chronischen Erkrankungen, psychischen Auffälligkeiten & allg. gesundheitliche Aufklärung | Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Schule bzw. der Schule Ihres Kindes auf. |
| Beratung vor Ort | Kinder- & Jugendpsychiatrischer Dienst (örtliches Gesundheitsamt) | Beratung und Unterstützung bei psychischen Belastungen oder Ausnahmesituationen durch den sozialpsychiatrischen Dienst der Gesundheitsämter | Nehmen Sie Kontakt mit dem örtlichen Gesundheitsamt Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises auf (viele Gesundheitsämter haben einen eigenen sozialpsychiatrischen Fachbereich für Kinder & Jugendliche). |
| Kategorie | Angebot | Beschreibung | Links |
|---|---|---|---|
| Online-Beratung | Nummer gegen Kummer |
Anonyme und kostenlose Beratung für Eltern, Kinder und Jugendliche:
|
Zur Website von Nummer gegen Kummer |
| Online-Beratung | TelefonSeelsorge | Anonyme, kostenfreie telefonische Beratung bei Krisen, Einsamkeit und Suizidgefahr (24/7 erreichbar) | Zur Website der TelefonSeelsorge |
| Kategorie | Angebot | Beschreibung | Links |
|---|---|---|---|
| Übersicht Krisenanlaufstellen und Soforthilfe | psychenet – Netz psychische Gesundheit |
Übersicht Hilfs- und Behandlungsangebote in Krisen- und Soforthilfesituationen |
Kontaktstellen auf psychenet.de finden |
| Übersicht Krisentelefone und Anlaufstellen | Familienportal des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend | Gesamtübersicht von Krisentelefonen und Anlaufstellen in schwierigen Situationen |
Krisentelefone und Anlaufstellen finden
(Website Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) |
Wer ein psychisch erkranktes Kind begleitet, trägt selbst viel. Stress, Sorgen und das alltägliche Chaos machen sich bei Angehörigen häufig in eigenen Erkrankungen bemerkbar. Vernachlässigen Sie Ihre eigene Gesundheit nicht – denn nur, wenn Sie selbst stabil sind, können Sie Ihr Kind langfristig unterstützen. Selbsthilfegruppen können eine wertvolle Entlastung für Angehörige sein – der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen gibt oft mehr Kraft als man erwartet.
Die folgenden Hilfsangebote stehen allen AXA-/DBV-Versicherten mit einer Krankenvollversicherung zur Verfügung:
Die AXA-Hilfsangebote auf dieser Seite richten sich an AXA- und DBV-Privatversicherte mit einer Krankenvollversicherung. Die Kostenübernahme für die ambulante Psychotherapie ist tarifabhängig. Alle verlinkten allgemeinen Hilfsangebote stehen unabhängig vom Versicherungsstatus zur Verfügung.
Diese Seite ist eine unabhängige Patienteninformation ohne Sponsorenbeteiligung. Die Inhalte erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie. Bei allen medizinischen Fragen sollte stets ein Arzt oder eine Ärztin konsultiert werden.