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Online-Therapie oder klassische Therapie: Was ist der Unterschied – und was passt zu mir?

Wenn der Entschluss gereift ist, sich professionelle Unterstützung zu suchen, folgt oft die nächste Frage: Welche Form der Therapie ist die richtige für mich? Klassisch in einer Praxis, oder per Video von zu Hause aus? Beide Wege führen zum gleichen Ziel – aber sie unterscheiden sich in Ablauf, Zugänglichkeit und darin, für wen sie jeweils am besten geeignet sind.

Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Unterschiede zwischen Online-Therapie und klassischer Präsenztherapie, hilft Ihnen einzuschätzen, welche Option zu Ihrer Situation passt und zeigt, wie AXA- & DBV-Versicherte schnell und unkompliziert Unterstützung erhalten.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine professionelle Diagnose oder Behandlung. Bei ernsthaften psychischen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.

Was beide Therapieformen gemeinsam haben

Bevor es um die Unterschiede geht, ist eines wichtig zu verstehen: Online-Therapie und klassische Präsenztherapie sind keine gegensätzlichen Konzepte. Im Kern funktionieren beide gleich.

In beiden Fällen arbeiten Sie regelmäßig mit einer approbierten Fachperson zusammen. Sie sprechen über das, was Sie belastet, erkunden gemeinsam Muster und Zusammenhänge, und entwickeln konkrete Unterstützungsstrategien für Ihren Alltag. Sowohl in der Online-Therapie, als auch der Präsenztherapie werden therapeutische Methoden – wie die kognitive Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder andere wissenschaftlich anerkannte Verfahren angewendet.

Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind identisch: Alle Therapeuten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und denselben Sorgfaltspflichten und benötigen eine Approbation.

Der Unterschied liegt also nicht in der Qualität der Therapie, sondern im Format.

Der entscheidende Unterschied: Ort und Zugangshürde

Bei der klassischen Präsenztherapie treffen sich Patient:in und Therapeut:in in einer Praxis. Für viele Menschen ist das der vertraute und bevorzugte Weg. Die persönliche Atmosphäre, die räumliche Trennung vom Alltag und die unmittelbare körperliche Präsenz des Gegenübers können das Gespräch bereichern.

Bei der Video-Psychotherapie findet dasselbe Gespräch per Videoverbindung statt – bequem von zu Hause aus oder von unterwegs. Keine Anfahrt, kein Wartezimmer, keine Terminkonflikte. Studien zeigen, dass sich auch online eine positive, tragfähige therapeutische Beziehung zwischen Therapeut:in und Patient:in entwickeln kann, die Patienten als unterstützend und persönlich erleben.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Zugänglichkeit: Auf einen Therapieplatz in einer ambulanten Praxis warten Betroffene je nach Region und Beschwerdebild unterschiedlich lang. Video-Psychotherapie kann diesen Zeitraum deutlich verkürzen, weil der Therapeut nicht in Ihrer Nähe ansässig sein muss und Terminkapazitäten flexibler planbar sind.

Wann ist Online-Therapie besonders sinnvoll?

Video-Psychotherapie ist keine Notlösung für Menschen, die keinen Präsenzplatz finden. Sie ist eine eigenständige, gleichwertige Behandlungsform und in bestimmten Situationen sogar die passendere Wahl.

Sie profitieren besonders von Online-Therapie, wenn:

  • Sie schnell mit der Therapie beginnen möchten und nicht wochen- oder monatelang warten können oder wollen.
  • Ihr Alltag aus beruflichen, familiären oder persönlichen Gründen wenig Spielraum für feste Praxistermine zulässt.
  • Sie in einer Region leben, in der das therapeutische Angebot begrenzt ist.
  • Sie sich in der vertrauten Umgebung Ihres Zuhauses wohler fühlen und Hemmungen vor dem ersten Schritt in eine Praxis haben.
  • Sie körperlich eingeschränkt sind oder Mobilität ein Hindernis darstellt.
  • Sie einen bestimmten Therapeuten bevorzugen, der nicht in Ihrer Nähe niedergelassen ist.

Am besten belegt ist die Wirksamkeit von Online-Therapien bei depressiven Erkrankungen und Angststörungen. Die videobasierte Therapieform ist hier ähnlich wirksam wie die klassische Face-to-Face-Therapie.

Wann ist klassische Präsenztherapie die bessere Wahl?

Auch die Präsenztherapie hat Stärken, die das Video-Format nicht vollständig ersetzen kann. In bestimmten Situationen oder je nach persönlichen Präferenzen ist der Weg in die Praxis die geeignetere Entscheidung.

Präsenztherapie ist tendenziell vorzuziehen, wenn:

  • Sie eine sehr schwere psychische Erkrankung haben, die intensive Begleitung und eine enge therapeutische Beziehung erfordert.
  • Sie technische Berührungsängste haben und sich vorstellen können, dass ein Bildschirm Sie im Gespräch hemmt.
  • Sie gezielt eine spezifische Therapieform suchen, die lokal verfügbar ist.
  • Sie die räumliche Trennung vom Alltag als hilfreich erleben und Praxistermine als klare Struktur brauchen.
  • Ihr Zuhause kein ruhiger, ungestörter Ort für ein vertrauliches Gespräch ist.

Wichtig: Es gibt keine universell richtige Antwort. Was zählt, ist Ihre persönliche Situation und Ihre Präferenz. Eine qualifizierte Fachperson kann Ihnen helfen einzuschätzen, welcher Weg für Sie passender ist.

Wie AXA-Versicherte schnell Unterstützung finden

Für AXA- und DBV Krankenvollversicherte bietet AXA Ihnen mehrere Wege, schnell und passgenau Unterstützung zu finden.

Video-Psychotherapie mit IVPNetworks

AXA bietet über den Kooperationspartner IVPNetworks eine vollwertige Video-Psychotherapie an. Alle Therapeuten sind approbiert, die Sitzungen finden individuell abgestimmt und ohne lange Wartezeiten statt. Die Therapie ist vertraulich, Ende-zu-Ende-verschlüsselt und wird im Rahmen Ihres tariflichen Versicherungsschutzes von AXA übernommen.

So starten Sie:

  1. Prüfen Sie über unsere Tarifübersicht, ob Ihr Tarif Leistungen für (Video-)Psychotherapie abdeckt. → Zur Tarifübersicht oder telefonisch unter +49 221 148-41002
  2. Nach Klärung der Kostenübernahme können Sie Kontakt zu den Gesundheitsexperten des AXA Kooperationspartners IVP aufnehmen unter +49 40 60 77 222 31 (oder per Mail an versorgung@ivpnetworks.de). Dort erhalten Sie alle notwendigen Informationen und Ihre Teilnahmeunterlagen zur Unterzeichnung. Danach meldet sich ein:e IVP-Psychotherapeut:in bei Ihnen und vereinbart einen Termin für ein Erstgespräch.
  3. Zu dem vereinbarten Termin werden Sie per Video kontaktiert und starten mit Ihrer Online-Psychotherapie.

→ Mehr zur AXA Video-Psychotherapie

Therapeutensuche für Präsenztherapie

Wenn Sie lieber in eine Praxis gehen möchten, unterstützt AXA Sie bei der Suche nach einem Therapieplatz. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Therapeutenverbund vermittelt AXA Ihnen einen ambulanten Therapieplatz in Ihrer Nähe – in der Regel innerhalb von 10 Werktagen. Wohnortnähe, Geschlecht des Therapeuten oder der Therapeutin, sowie flexible Praxiszeiten können auf Ihren Wunsch hin dabei berücksichtigt werden.

→ Zur AXA Therapeutensuche

Wenn Sie sich zunächst eine erste Einschätzung Ihrer Situation wünschen, bevor Sie sich für eine Therapie entscheiden, ist die mindu Videosprechstunde ein guter erster Schritt. In bis zu drei kurzen Gesprächen mit einer Fachperson erhalten Sie Orientierung und eine persönliche Behandlungsempfehlung. → Mehr zu mindu

Häufige Fragen

Brauche ich eine Diagnose, um mit einer Video-Therapie zu beginnen?

Nein. Eine Diagnose ist nicht notwendig. Sie wird im Rahmen der Therapie durch die Fachperson gestellt. Alles, was Sie brauchen, ist die Bereitschaft, das Gespräch zu suchen.

Kann ich während einer Video-Therapie zu einer Präsenztherapie wechseln?

Ja. Wenn Sie im Laufe der Zeit merken, dass Sie persönliche Termine bevorzugen, ist ein Wechsel möglich. Sprechen Sie das offen bei Ihrem Therapeuten oder Ihrer Therapeutin an.

Übernimmt AXA die Kosten für beide Therapieformen?

Die Kostenübernahme hängt von Ihrem individuellen Tarif ab. Für Fragen dazu erreichen Sie den AXA-Kundenservice telefonisch unter 0221 148-41002 oder über die Tarifübersicht auf der Website.

Was tue ich, wenn ich nicht weiß, ob ich überhaupt Therapie brauche?

Häufig existiert ein Gefühl der Unsicherheit bezüglich des Therapiebedarfs und an wen ich mich am besten damit wende. Ein guter erster Schritt ist ein Gespräch mit  Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin oder die Nutzung eines anonymen Online-Selbsttests. AXA bietet kostenfreie, wissenschaftlich fundierte Selbsttests zu Depression, Angststörungen, Stress und Schlaf an, mit denen Sie eine erste Einschätzung erhalten können. → Zu den Selbsttests

Fazit: Beide Wege führen ans Ziel

Ob Präsenz oder per Video – entscheidend ist nicht das Format, sondern dass Sie den Schritt wagen. Beide Formen der Psychotherapie sind wissenschaftlich fundiert, werden von approbierten Fachleuten durchgeführt und können nachhaltig helfen. Der Unterschied liegt in Zugänglichkeit, Flexibilität und persönlicher Passung.

Als AXA- & DBV-Versicherte:r haben Sie den Vorteil, dass Sie nicht lange suchen oder warten müssen. Ob Video-Psychotherapie oder Präsenzplatz – AXA unterstützt Sie dabei, den richtigen Weg für Ihre Situation zu finden.

→ Alle AXA-Hilfsangebote im Überblick

Sie sind nicht alleine, wenn Sie unter psychischen Belastungen leiden.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die Krankheitsbilder, Therapiemöglichkeiten und die vielen Unterstützungsmöglichkeiten der AXA.

Dies ist eine unabhängige Patienteninformation, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde, mit dem Ziel, unseren Nutzern bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, die auch ohne medizinisches Fachwissen verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.

Symbolbild Online-Therapie oder klassische Therapie: Was ist der Unterschied – und was passt zu mir?

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