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Irgendetwas stimmt nicht. Sie können es nicht genau benennen, aber Sie merken, dass Sie sich nicht mehr wie Sie selbst fühlen. Sie sind antriebslos, traurig, innerlich unruhig oder dauerhaft erschöpft. Das ist sehr menschlich, doch manchmal sind diese Gefühle ein Zeichen, dass Ihre Psyche Unterstützung braucht.
Der folgende Beitrag soll Ihnen helfen, Ihre Situation besser einzuschätzen: wann Selbsthilfe ausreicht, wann ein Arztgespräch sinnvoll ist, und welche Unterstützung Ihnen AXA anbietet.
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine professionelle Diagnose. Er bietet erste Orientierung. Bei ernsthaften Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Fachperson.
Psychische Belastungen entstehen selten spontan. Oft sind es bestimmte Ursachen, die uns langfristig beanspruchen, wie zum Beispiel:
Wenn Sie eines oder mehrere dieser Themen bei sich wiedererkennen, ist das ein guter Ausgangspunkt, um genauer hinzuschauen.
Traurigkeit nach einem Verlust, Erschöpfung nach einer stressigen Projektphase, Nervosität vor einem wichtigen Gespräch – das sind normale, gesunde Reaktionen auf herausfordernde Situationen. Unser Gefühlsleben ist kein Gleichgewichtszustand, sondern lebt von Schwankungen.
Aufmerksam sollten Sie werden, wenn:
Spätestens wenn Sie merken, dass Sie allein nicht mehr weiterkommen, ist es sinnvoll, sich Unterstützung zu holen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt der Selbstfürsorge.
Psychische Belastungen machen sich nicht immer nur durch Gefühle, sondern auch durch körperliche Symptome bemerkbar.
Anhaltender Stress versetzt das Nervensystem in einen dauerhaften Alarmzustand. Der Körper schüttet vermehrt Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin aus, die sich körperlich auswirken können. Mögliche körperliche Zeichen psychischer Belastung:
Wichtig: Körperliche Symptome sollten immer zunächst ärztlich abgeklärt werden, um organische Ursachen auszuschließen. Wenn keine gefunden werden, lohnt es sich, auch die eigene psychische Verfassung in den Blick zu nehmen, denn Körper und Psyche sind eng miteinander verbunden.
Sie wollen eine erste Einschätzung, wie sehr Sie sich belastet fühlen? Unsere kostenfreien Online-Selbsttests zu Themen wie Stress, Schlaf, Angststörungen und Depression sind wissenschaftlich fundiert und anonym.
Selbsthilfe ist dann sinnvoll, wenn Sie Zugang zu Ihren eigenen Ressourcen haben. Anzeichen dafür sind zum Beispiel:
Bleiben Ihre Beschwerden trotz dieser Schritte bestehen oder kehren sie regelmäßig zurück, stoßen Selbsthilfestrategien an ihre Grenzen.
Selbsthilfe bedeutet nicht, Probleme zu ignorieren oder sie allein bewältigen zu müssen. Es geht darum, aktiv auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und kleine, wirksame Schritte in den Alltag zu integrieren. Die folgenden Ansätze sind wissenschaftlich gut untersucht und können bereits bei leichter bis mittlerer Belastung spürbar helfen.
Wenn Sie eine strukturiertere Unterstützung wünschen: Die Novego Online-Selbsthilfeprogramme bieten wissenschaftlich fundierte, flexible Unterstützung zu Themen wie Stress, Schlaf und emotionaler Belastung – flexibel und im eigenen Tempo.
Es gibt Situationen, in denen es wichtig ist, nicht zu warten. Sprechen Sie zeitnah mit einer Fachperson, wenn:
Sofort Hilfe suchen sollten Sie, wenn Sie Gedanken haben, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen, oder wenn Ihr Denken und Wahrnehmen Ihnen fremd vorkommt. In diesen Situationen sind Sie nicht allein und schnelle Hilfe ist erreichbar:
TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, 24/7)
Notrufnummer: 112
AXA- und DBV-Versicherte mit einer Krankenvollversicherung haben Zugang zu konkreten Unterstützungsangeboten:
Ab wann sollte ich wegen psychischer Beschwerden zum Arzt oder zur Ärztin gehen? Eine klare Zeitgrenze gibt es nicht, aber ein Orientierungswert ist: Wenn belastende Gefühle oder körperliche Beschwerden ohne erkennbaren Auslöser länger als zwei Wochen anhalten und Ihren Alltag beeinträchtigen, ist ein Gespräch mit Ihrem Hausarzt / Ihrer Hausärztin oder einem Psychotherapeuten / einer Psychotherapeutin sinnvoll.
Was ist der Unterschied zwischen Selbsthilfe und Psychotherapie? Selbsthilfe umfasst alle Strategien, die Sie eigenständig anwenden können, zum Beispiel Bewegung, Achtsamkeit oder strukturierte Online-Programme. Psychotherapie ist eine professionell begleitete Behandlung, bei der ein:e ausgebildete:r Therapeut:in Ihnen hilft, tieferliegende Muster zu erkennen und zu verändern. Beides schließt sich nicht aus – Selbsthilfe kann eine gute Ergänzung zur Therapie sein.
Sich zu fragen „Was ist los mit mir?“ ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist Ausdruck von Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge. Manchmal helfen kleine Veränderungen und eigene Strategien. Manchmal braucht es professionelle Unterstützung.
Entscheidend ist, dass Sie auf sich achten und sich rechtzeitig Hilfe erlauben. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die Krankheitsbilder, Therapiemöglichkeiten und die vielen Unterstützungsmöglichkeiten der AXA.
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