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Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen: Was Eltern wissen sollten

Jedes vierte Kind in Deutschland zeigt Anzeichen psychischer Belastungen – was das für Eltern bedeutet

Kopfschmerzen ohne körperliche Ursache. Rückzug vom Freundeskreis. Anhaltende Gereiztheit oder Traurigkeit, die Wochen andauert. Viele Eltern bemerken, dass etwas mit ihrem Kind nicht stimmt – und wissen nicht, was sie tun sollen.

Für Eltern heißt das vor allem eines: Sie sind mit dieser Situation nicht allein. Laut dem Deutschen Schulbarometer 2025 der Robert Bosch Stiftung fühlt sich ein Viertel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland psychisch belastet. Bei etwa jedem vierten jungen Menschen (im Alter von 8 bis 17 Jahren) gibt es Hinweise auf eine erhöhte psychische Belastung und verstärkte Symptome psychischer Störungen – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: https://www.bosch-stiftung.de/de/presse/2026/03/deutsches-schulbarometer-psychische-belastung-bei-kindern-und-jugendlichen-steigt)

Psychische Belastungen im Kindes- und Jugendalter sind keine Ausnahme und ein ernstzunehmendes Thema, das viele Familien betrifft. Umso wichtiger ist es, frühzeitig die richtigen Unterstützungsangebote zu finden, um die Belastungen aufzufangen, bevor sie sich verfestigen.

Warum psychische Belastungen bei Kindern zunehmen

Die Gründe sind vielschichtig. Die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf zeigt: Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist auch Jahre nach der Corona-Pandemie noch deutlich schlechter als zuvor. 22 Prozent leiden weiterhin unter psychischen Auffälligkeiten, 21 Prozent berichten von einer anhaltenden Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität.

Vor allem Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten und der Klimawandel bereiten Kindern und Jugendlichen Sorgen und stehen in engem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für psychische Belastungen. Hinzu kommt: Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen wird in sozialen Medien regelmäßig mit belastenden Inhalten, wie ungefilterten Krisenberichten konfrontiert.

Gleichzeitig macht die Forschung deutlich, dass familiäre Ressourcen einen entscheidenden Schutzfaktor darstellen. Kinder mit starken sozialen und familiären Ressourcen weisen eine bessere psychische Gesundheit auf und sind weniger von Ängsten und depressiven Symptomen betroffen. Das bedeutet: Eltern spielen eine zentrale Rolle, nicht nur als Beobachtende, sondern als aktive Schutzfaktoren.

Wann ist es mehr als eine schwierige Phase?

Stimmungsschwankungen, Rückzug und launische Phasen gehören zum Aufwachsen dazu. Aber es gibt Signale, die auf mehr hinweisen können:

  • Beschwerden, die über mehrere Wochen anhalten oder sich häufen
  • Sozialer Rückzug, der sich verfestigt
  • Körperliche Symptome ohne erkennbare Ursache (Kopf- oder Bauchschmerzen)
  • Deutlicher Leistungseinbruch in der Schule
  • Aussagen, die auf Hoffnungslosigkeit oder Überforderung hindeuten

Wichtig: Nicht jedes auffällige Verhalten ist direkt ein Zeichen für eine psychische Erkrankung. Entscheidend ist, hinzuschauen und im Zweifel professionellen Rat einzuholen.

Was Eltern konkret tun können

Suchen Sie als ersten und wichtigsten Schritt das Gespräch mit Ihrem Kind. Fragen Sie nach und hören Sie zu, ohne sofort zu bewerten oder zu deuten. Hinter auffälligem Verhalten steckt oft ein großer Leidensdruck. Ihr Kind braucht das Gefühl, dass es mit dem, was es fühlt, nicht alleine ist.

Einige bewährte Haltungen im Alltag:

Verstehen, bevor Sie reagieren. Stellen Sie Fragen, statt Verhalten zu interpretieren. „Was brauchst du gerade?“ öffnet mehr als jede Erklärung.

Ihr Kind ist nicht seine Erkrankung. Trennen Sie das Verhalten von der Person. Psychische Belastungen sind keine Charakterschwäche.

Alltagsstrukturen geben Halt. Regelmäßige Mahlzeiten, kleine Rituale, gemeinsame Momente. Gerade wenn innerlich vieles unsicher wirkt, bieten Routinen Orientierung.

Holen Sie sich selbst Unterstützung. Wer ein belastetes Kind begleitet, trägt selbst viel. Um langfristig unterstützen zu können und selbst stabil zu bleiben, nehmen Sie bei Bedarf Hilfe für die eigene mentale Gesundheit in Anspruch.

Wo gibt es Hilfe – auch für AXA-Versicherte?

Nicht immer reichen familiäre Gespräche und Unterstützung aus. Manchmal braucht es fachkundige Begleitung oder spezialisierte Angebote. Das ist kein Zeichen von Versagen, sondern von Fürsorge. Kinderärzte, Erziehungsberatungsstellen und Sozialpädiatrische Zentren sind niedrigschwellige Anlaufstellen, die beraten und bei Bedarf weiterverweisen.

AXA-Privatversicherte haben darüber hinaus Zugang zu spezifischen Angeboten: vom AXA Gesundheitstelefon (24/7 erreichbar) über die Therapeutensuche, die bei der Vermittlung von Therapieplätze unterstützt, bis hin zu Novego-Online-Selbsthilfeprogrammen für Jugendliche ab 16 Jahren.

Eine strukturierte Übersicht allgemeiner Hilfsangebote, passender AXA-Services und praktischer Alltagstipps für Eltern und Angehörige finden Sie auf unserer Seite „Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“ – inklusive direkter Links zu allen Anlaufstellen.

→ Zur Seite „Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen“

Quellennachweis

Robert Bosch Stiftung. „Deutsches Schulbarometer: Psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen steigt erstmals nach Pandemie wieder an | Robert Bosch Stiftung“, o. J. https://www.bosch-stiftung.de/de/presse/2026/03/deutsches-schulbarometer-psychische-belastung-bei-kindern-und-jugendlichen-steigt. Abgerufen am: 11.06.2026

„UKE – Pressemitteilung – Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch globale Krisen belastet “, o. J. https://www.uke.de/allgemein/presse/pressemitteilungen/detailseite_160448.html. Abgerufen am: 11.06.2026

Sie sind nicht alleine, wenn Sie unter psychischen Belastungen leiden.

Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die Krankheitsbilder, Therapiemöglichkeiten und die vielen Unterstützungsmöglichkeiten der AXA.

Dies ist eine unabhängige Patienteninformation, die ohne Mitwirken von Sponsoren erarbeitet wurde, mit dem Ziel, unseren Nutzern bedarfsorientierte und qualitativ hochwertige Inhalte zu präsentieren, die auch ohne medizinisches Fachwissen verständlich sind. Es wird keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. In allen Belangen kann und sollte der behandelnde Arzt konsultiert werden. Diese Patienteninformation kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen.

Symbolbild Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen: Was Eltern wissen sollten

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